Die anderen Wege zur Gesundheit, die Komplementärmedizin, sie hilft auf sanfte Weise und stellt ihre Wirksamkeit bereits in zahlreichen Studien in Beweis.
Naturheilkunde und Alternativmedizin haben in Deutschland bereits eine sehr lange Tradition. Denn bereits die Nonnen und Mönche im Mittelalter kannten die Medizin aus Kräutern. Zu dieser Zeit entwickelte Samuel Hahnemann die Homöopathie und Sebastian Kneipp seine Wasserkur.
Aber auch in Zukunft dürfte die Bedeutung der komplementären, ergänzenden, Medizin noch weiter wachsen. So lindern die Alternativen Heilverfahren die Beschwerden nicht nur viel kostengünstiger, sondern sie haben auch bedeutend weniger Nebenwirkungen. Besonders bei chronischen Erkrankungen sowie funktionellen Störungen und Alltagsbeschwerden entfalten die Alternativen Heilmethoden ihre ganze Stärke. Helfen dem Patienten also Wickel und Bewegungstherapie und kann er auf Schmerzmittel und Kortison verzichten, so kann der Patient nur gewinnen.
Auch wissenschaftliche Studien belegen zunehmend die Wirkung der natürlichen Verfahren. Bei der Behandlung überzeugt immer wieder die Akupunktur, aber auch eine Therapie mit Blutegeln und pflanzlichen Medikamenten kann den Patienten von Schmerzen und Funktionseinschränkungen befreien.
Bachblüten: Der englische Arzt Edward Bach unterschied beim Menschen 38 verschieden Persönlichkeitstypen. So sah er die Ursache für Krankheiten in negativen Ausprägungen der Wesenzüge, wie zum Beispiel Hass oder Neid. 38 verschieden Blütenauszüge sollen die energetische Kraft der Blumen enthalten und somit psychisch ausgleichend wirken. Jedoch fehlen bis heut die Belege der Wirksamkeit.
Ayurveda: Diese bereits seit 4000 Jahren bekannte Heillehre versteht sich als „Wissenschaft vom gesunden Leben“. Das Kernstück dieser Heilmethode liegt in der Vorstellung, dass im Menschen drei energetische Grundkräfte wirken, die so genannten „Doshas“. So ist der Mensch gesund, wenn sich diese 3 Grundkräfte in einem Einklang befinden. Spezielle Ärzte erkennen die Verteilung der Doshas durch eine Pulsdiagnostik. Für die Behandlung nutzen sie rund 20 Therapieverfahren, wobei es kaum wissenschaftliche Studien darüber gibt.
Homöopathie: „Ähnliches mit Ähnlichem heilen“ ist das Grundprinzip dieser Gesundheitslehre, welche der Arzt Samuel Hahnemann entwickelte. Nach dieser Lehre lässt sich eine bestimmte Krankheit mit einer Substanz heilen, welche in höheren Dosen bei einem gesunden Menschen die gleichen Symptome wie die Krankheit hervorrufen würde. Für die Behandlung werden die einzelnen Substanzen nach vorgeschriebenen Regeln stark verdünnt. Das richtige Mitte, welches nach einem ausführlichen Arztgespräch ausgewählt wird, soll bestimmte Impulse zur Heilung geben. Weiterhin gibt es in der Homöopathie auch Einzel- und Komplexmittel. Diese werden zur Behandlung von bestimmten Krankheiten, wie zum Beispiel Halsschmerzen, eingesetzt. Die Homöopathie zählt zu den beliebtesten alternativen Heilmethoden.
Kinesiologie: Bei dieser Heilmethode ist das Kernstück ein spezieller Muskeltest. Mit einem solchen Verfahren sollen auch Medikamente, Schadstoffe und Allergene sich austesten lassen. Wissenschaftlich ist diese Methode nicht belegt.
Körperorientierte Verfahren: Dazu gehören Yoga, die Alexander- Technik sowie die konzentrierte Bewegungstherapie. Dabei sollen Haltung, das Bewegungsempfinden oder auch die Atmung verbessert werden. Aber auch Schmerzen des gesamten Bewegungsapparates sollen eine Linderung erfahren. So kann das Bewusstwerden und Lösen von körperlichen Verspannungen auch die damit verbundene seelische Verspannung lösen. Mit dieser Therapie können nachweislich stressbedingte Beschwerden und Schmerzen gelindert werden.
Kneippsche Therapie: Die von Sebastian Kneipp entwickelte ganzheitliche Naturheilkunde beruht auf genau fünf Säulen: die Anwendung mit kaltem und warmen Wasser als Waschungen, Wickeln sowie dem Tautreten und Wassertreten. Des weitern umfasst die Therapie die Pflanzenheilkunde mit Tees, Badzusätzen, Säften und Heusack. Auch eine Bewegungstherapie mit täglichen Spaziergängen oder eine Ernährungstherapie mit einer ausgewogenen und vollwertigen Kost wird zur Therapie eingesetzt. Die Ordnungstherapie umfasst eine ausgeglichene Lebensführung.
Reizkörpertherapie: Bei einer solchen Therapie versuchen die Therapeuten über innere oder äußere Reize den Organismus umzustimmen. Zu den inneren Reizen gehört zum Beispiel eine Eigenbluttherapie, die äußeren Reize werden durch Schröpfen hervorgerufen. Diese Verfahren sollen die Reaktionsfähigkeit des vegetativen Systems beeinflussen, weiterhin sollen sie die Abwehrkräfte stimulieren und den Organismus trainieren rasch und gezielt auf bestimmte Krankheitserreger zu reagieren. Solche Reizbehandlungen wirken in erster Linie vorbeugend.
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