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Alles Bio oder nicht? Ist auch Bio drin, wenn es draufsteht? Sind die Produkte wirklich gesünder und schmecken besser? Auf jeden Fall ist die Nachfrage nach den einstigen Nischenprodukten rasant gestiegen. Was früher nur in winzigen Öko Läden angeboten wurde, füllt jetzt auch die Regale der Supermärkte. Doch wofür entscheiden?
Bio Produkte sind hipp und trendy und aus der modernen Ernährung nicht mehr wegzudenken. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Produkte werden frei von Gentechnik produziert, auf chemische Zusätze verzichtet. In der Küche bedeutet Bio vor allem gesunde und vollwertige Ernährung. Doch kann man auf die Qualität von Bio- Tomaten & Co vertrauen? Lohnt sich der Aufpreis? Kaufen wir Gesundheit pur.

Obst und Gemüse
Tatsächlich haben Bio- Obst und Gemüse oft eine bessere Qualität als herkömmliche Ware aus konventionellem Anbau. Das liegt daran, dass Früchte & Co langsamer wachsen, weniger Wasser enthalten und so intensiver im Geschmack sind. Und: Bei Obst und Gemüse aus dem Ausland finden sich oft zu hohe Pestizidwerte, zum Beispiel in Weintrauben, Erdbeeren und Paprika. Da lohnt es sich, zu der teureren Bio- Ware zu greifen. Wer auf der sicheren Seite sein will, kauft Obst und Gemüse, wenn es in der heimischen Region Saison hat. Die Transportwege und Lagerungszeiten sind kürzer und der Frischekick besser.

Fleisch & Fisch
An der Fleischtheke ist es schwerer, sich für das gute Gewissen zu entscheiden, denn Bio- Fleisch ist wesentlich teurer als normales. Und doch spricht viel für die Ware mit dem Bio- Siegel. Die Tiere leben artgerecht, haben genug Auslauf und bekommen ökologisch produziertes Futter. Kurzum: Sie leben entspannter und sind daher weniger nervös. Auch die Schlachtwege sind kurz. Alles zusammen wirkt sich positiv auf die Qualität des Fleisches aus. So enthält Bio- Rind weniger Rückstände (Antibiotika, Pestizide), es riecht frischer und sieht kräftiger aus. Beim Fischkauf kann man eigentlich nichts falsch machen. Denn ob roh oder geräuchert, Fisch enthält in der Regel keine Schadstoffe. Nur fettere Arten wie Thunfisch und Heilbutt, reichern Umweltgifte wie Quecksilber und Dioxine an. Bei ein- bis zweimal Fisch in der Woche ist das aber kein Thema. Bei Tiefkühlprodukten sollte man auf das MSC- Siegel achten. Das schützt den Fischbestand der Meere.

Brot & Müsli
Die Sortenvielfalt beim Bäcker oder Discounter ist nur durch Zusatzstoffe und Backhilfen möglich. Das kann auf Kosten und Geschmack und Gesundheit gehen. Preiswerte Brötchen enthalten oft viel „Luft“, schmecken häufig nach nichts und liefern kaum Ballaststoffe. Bio- Bäcker dagegen arbeiten mit Biohefe, Sauerteig und Backferment aus Honig. Das Brot hat Zeit, zu gehen. So schmeckt es nicht nur gehaltvoller, es ist auch länger haltbar. Bio- Müslimischungen enthalten keine geschwefelten Früchte und generell keinen Zucker. Auch ist die Gefahr, dass Nüsse mit dem Schimmelpilzgift Aflatoxin belastet sind, sehr gering. Denn hier wird wirklich jede Nuss einzeln kontrolliert.

Milch & Eier
Ob Bio oder nicht, Milch liefert Vitamine, Kalzium und Fluorid. Es sind weder Schadstoffe noch Keime drin. Denn Milch wird immer streng kontrolliert. Das Futter für Bio- Hühner enthält keinerlei Farbstoffe, sowie Wachstumsförderer oder gentechnisch verändertes Soja. Die Hennen haben Platz und Auslauf. Aus Gesundheitsgründen muss also bei beiden Produkten keiner unbedingt Bio kaufen muss. Wer es aber gut mit den Tieren meint, macht es dennoch.

Kosmetikprodukte
Naturkosmetik gilt als schonend und hautverträglich. Trotzdem können Zutaten wie Kamille und Teebaumöl Allergien auslösen. Letztendlich weisen Hautreaktionen zum richtigen Produkt. Eine Hilfe beim Kauf ist die Bezeichnung „Kontrollierter Naturkosmetik“, Garant für pflanzliche Rohstoffe, natürliche Öle und Farbstoffe.