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Zunächst erscheint es mir wichtig, die Begriffe vegan und vegetarisch voneinander abzugrenzen. Während ein Vegetarier aus seiner Ernährung lediglich sämtliche Fleisch- und Fischprodukte ausklammert, verbietet die Vegane Ernährung sämtliche tierischen Nahrungsmittel, somit auch Milchprodukte, Eier und Honig.

Die Vegane Ernährung wird von deren Anhängern hauptsächlich mit dem Tierschutzaspekt begründet. Sie empfinden es als zutiefst unethisch, ein anderes Leben zu töten nur um sich davon selbst zu ernähren. Das Argument durch diese Ernährungsweise einen Eiweißmangel zu erleiden, entkräften sie durch den Hinweis, dieses Eiweiß könne gut durch den Verzehr von Hülsenfrüchten, Getreide- und Sojaprodukten kompensiert werden.

Tatsächlich gibt es auch auf schulmedizinischer Seite immer mehr Stimmen, welche zumindest zu einer deutlichen Reduzierung der tierischen Produkte raten. Hier steht vor allem die Sorge um den rasanten Anstieg der Herzkreislauferkrankungen sowie das deutlich sichtbare Übergewicht breiter Bevölkerungsteile im Vordergrund. Die Ärzte warnen vor allem vor stark fetthaltigen Nahrungsmitteln sowie dem Verzehr von Rindfleisch, dessen krebserregende Substanzen inzwischen unbestritten sind.

Die Vegane Ernährung birgt jedoch ein auch von vielen Anhängern nicht verleugnetes Risiko, welches man kennen sollte, ehe man sich zu einer solch weitreichenden Umstellung seines Essverhaltens entschließt. Pflanzliche Produkte enthalten nur einen geringen Anteil des Vitamins B12, welches der menschliche Körper dringend für seine Blutbildung benötigt. Da nun gerade Fleisch einen sehr hohen Anteil an diesem Vitamin enthält und Schwangere sowie Stillende einen stark erhöhten Bedarf an blutbildendem Vitamin B12 haben, sollten sie die Verantwortung für ihre und die Gesundheit ihres Kindes gegenüber ihrem sicherlich auch berechtigten Bedürfnis, ihre Ernährung frei zu wählen, sorgfältig abwägen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass vegan heute nicht mehr gleichgesetzt werden kann mit exotisch, dass es vielmehr eine Lebensweise ist, die zwar noch nicht von einer breiten Bevölkerung praktiziert jedoch von den meisten Menschen als gleichwertig anerkannt wird.